Es begann in Fernost

Es ist Abends, 19 Uhr in Peking. In einer schmalen Seitenstraße tummeln sich die Menschen, die Lichter scheinen gemütlich durch die Lampions. In der Luft liegt der Geruch von angebratenem Knoblauch, Sojasauce und scharfem Ingwer. Jonny geht hinüber zu einer der zahlreichen Garküchen und bestellt sich angebratene Heuschrecken in einer süßen Knoblauchmarinade. Auf der anderen Seite der Welt, in Bolivien, durchquert Felix Salzwüsten, wandert durch den Regenwald und zeltet unter freiem Himmel.

„Warum essen wir in Deutschland eigentlich keine Insekten? Wir essen ja auch Garnelen“

Felix und Jonny haben sich während Ihres Studiums in Bochum kennengelernt und wohnen zusammen in einer Studenten-WG. Zurück von Ihren Reisen im Ausland haben sie das gemacht, was sie sonst auch immer gerne getan haben. Zusammen gekocht, es sich auf dem Sofa in der Küche gemütlich gemacht und sich von Ihren Erlebnissen erzählt. Als Jonny davon berichtete, dass Insekten in Teilen Chinas als gesunde Delikatesse geschätzt werden, war Felix begeistert. Warum essen wir in Deutschland eigentlich keine Insekten? Wir essen ja auch Garnelen, die sehen doch kaum anders aus. Insekten sind nämlich nicht nur ausgesprochen lecker, sondern auch besonders nachhaltig. Nicht umsonst haben die Vereinten Nationen sie als gesunde und nachhaltige Proteinquelle der Zukunft empfohlen. Leider ist das Angebot an Insekten in Deutschland noch nicht so breit gefächert wie in Asien oder Südamerika, aber das kann sich ja noch ändern, dachten sie sich. Fasziniert von der Idee, aber beschäftigt mit ihrem Studium, stellten sie das Thema erst einmal hinten an.

„Ein Hund isst dreimal soviel Fleisch wie ein Mensch“

Einige Wochen später, bei einem Mittagessen in der Mensa, erzählte Felix, dass er in einem Zeitungsbericht gelesen hat, dass Hunde dreimal so viel Fleisch essen wie Menschen. Dreimal so viel?! Kaum ausgesprochen, kam den beiden die zündende Idee. Was wäre, wenn wir Hunde mit Insekten füttern könnten? Fasziniert von dem Gedanken packte Jonny sofort seinen Laptop aus, öffnete eine Excel-Tabelle und berechnete, wie viel Fleisch man pro Hund einsparen könnte. Unmengen! Inspiriert erinnerte sich Jonny zurück an Lucky, seinen Familienhund, der immer gerne nach Fliegen schnappte und stets glücklich und zufrieden schaute, falls er mal eine zu fangen bekam. Wir machen Hundefutter gesund und nachhaltig! Sie waren so begeistert, dass sie sich sofort an die Arbeit gemacht haben. Sie haben Kontakt zu Lebensmittelexperten, Tierärzten und Hochschulen aufgenommen. Je mehr sie recherchierten, desto überzeugter wurden sie. Wir machen nicht nur Hunde, sondern auch die Umwelt glücklich!

Felix

Jonny